Warum jede Geldanlage und alle Finanzprodukte gefährlich sind.

Zugegeben, der Titel ist recht provokant, aber dahinter steckt doch einiges. Bevor du jetzt denkst, dass ich eine komplette 180°-Wendung gemacht habe und jetzt meinem Blog den Rücken kehre: Nein, natürlich ist das nicht die komplette Wahrheit, denn tatsächlich ist jede Geldanlage, die du machst, nur dann gefährlich, wenn du diesen großen Fehler begehst:

Du weißt nicht, in was genau du investierst und warum.

Als angehender Akademiker oder als solcher, der bereits im Berufsleben steht, wirst du dich vielleicht mal fragen: „Wie soll ich mein Geld anlegen?“ oder „Welcher Finanzberater ist gut?“. Ich sage dir eines: Der beste Finanzberater bist immer noch du selbst. Denn nur du kannst wissen, was tatsächlich zu dir passt und diesen Fehler vermeiden.

Der beste Rat zur Geldanlage: Informiere dich selbst und finde auf Basis deiner finanziellen Ziele und Risikotoleranz die passende Anlage.

Im privaten Umfeld und in Medien herrschen vor allem beim Thema Aktien negative Assoziationen vor. Unabhängig davon, ob diese tatsächlich auf eigenen Erfahrungen beruhen oder nicht, werden Aktienanlagen großes Verlustpotential nachgesagt. Was ich in meiner Erfahrung in Gesprächen mit Personen, die diese Meinung vertreten, herausgefunden habe, ist, dass sie oftmals in Aktien oder Investmentfonds investiert waren, die sie von Beratern oder einschlägigen Zeitschriften/Internetartikeln empfohlen bekommen haben. Und genau da ist meiner Meinung nach das Problem. Es ist nicht nur das Produkt an sich, das „gefährlich“ oder spekulativ sein kann, sondern auch die Unkenntnis darüber, was es ist, wie es funktioniert und warum man darin investiert. Und das betrifft nicht nur Investitionen in Aktien, sondern jegliche Anlage, egal ob Kryptowährungen, Anleihen oder Rohstoffe.

Daher ist es mir so wichtig, auf meinem Blog das Bewusstsein hierfür zu schaffen und finanzielle Bildung anzubieten. Dabei geht es mir nicht um pauschale Empfehlungen, die ich jedem aufs Auge drücke, der mich fragt: “Sag mir, in was soll ich investieren?”, sondern vielmehr um die Verbreitung des notwendigen Wissens, das letztlich die Bildung eines individuellen Urteilsvermögens ermöglicht. Denn nur so kannst du eine informierte Entscheidung treffen, herausfinden, welche Anlage wirklich zu dir passt und vor allem Verantwortung über deine Finanzen übernehmen.

Wir leben heutzutage in einer Zeit, in der es „im Trend“ ist, große Vermögensverwalter und Privatbanken anzufeinden und ihnen die Rolle des Bösen zuzuschreiben. Vor allem Zeitungsberichte oder Dokus wie beispielsweise der Beitrag von Arte über den größten Vermögensverwalter BlackRock zeugen vom Ressentiment gegenüber Banken und bankenähnlichen Institutionen. Sie verkaufen Produkte, die für sie selbst die größten Renditen einbringen und ziehen Kunden mit hohen Gebühren ab.

Es ist einfach, die eigene finanzielle Misslage oder die Enttäuschung über die Verluste aus Investitionen den Banken oder dem Berater zuzuschreiben, der einem die Empfehlung gegeben hat. Ich glaube allerdings, dass es egal ist, wo man sich im privatwirtschaftlichen Bereich aufhält. Sobald ein Unternehmen Gewinnmaximierung anstrebt, wird es notwendigerweise den Zielkonflikt geben, dass das Angebot des einzelnen Unternehmens nicht unbedingt die beste Option für das nachfragende Individuum ist. Meiner Meinung nach ist es unsere Aufgabe, uns zu informieren, eine bewusste Entscheidung zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen – und das insbesondere im Bereich der privaten Geldanlage. Denn wir leben heutzutage auch in einer Zeit der freien Marktwirtschaft: Keiner von uns muss das Finanzprodukt XYZ kaufen, das uns ein Berater oder irgendeine Zeitung vorschlägt. Du hast also die Chance, aus allen verfügbaren Optionen zu schöpfen und für dich die passende Zusammensetzung zu finden.

 

So, nachdem dieser Beitrag doch recht philosophisch geworden ist, wird mein nächster Artikel wieder etwas praxisorientierter werden. Also, bleib dran! 😉

Kurzum

  1. Kenne dein finanzielles Ziel.
  2. Kenne deine Risikotoleranz.
  3. Kenne das Finanzprodukt.

Willst du mehr darüber erfahren, wie du deine persönliche Geldanlage findest und worauf es dabei ankommt? Abonniere meinen Newsletter, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

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