Macht eine Trennung glücklich?

Meine klare Antwort: Ja! Und das natürlich wieder auf das Thema Finanzen bezogen. Denn neulich habe ich mit meinem Nebensitzer auf der Arbeit über den Nutzen eines Tagesgeldkontos gesprochen. In diesem Beitrag möchte ich daher näher darauf eingehen und dir gleichzeitig ein einfaches Kontenmodell zeigen, wie du deine Finanzen besser strukturieren kannst.

Tagesgeldkonto? Was ist das?

Der Name Tagesgeldkonto ist meiner Meinung nach etwas irreführend, denn entgegen der ersten Annahme handelt es sich hierbei nicht um ein klassisches Konto, sondern eher um eine Form des Sparens. Wesentliche Merkmale dieser Anlage ist, dass sie risikofrei (zumindest bis zur gesetzlich garantierten 100.000€ pro Bank gemäß der Einlagensicherung) ist und verzinst wird. Zudem kannst du jederzeit über das vorhandene Guthaben verfügen. Anders als beim Girokonto hast du bei Verfügung nur ein Referenzkonto, nämlich dein Girokonto. Das heißt also, dass du über das Tagesgeldkonto keine Lastschriften oder Daueraufträge laufen lassen kannst.

Ein einfaches Kontenmodell

Entgegen der landläufigen Meinung ist ein Girokonto kein wirkliches Sparkonto. Das Tagesgeldkonto eignet sich viel besser hierfür, da zum einen es in der Regel besser verzinst wird und zum anderen weil man damit eine klare Aufteilung zwischen monatlichen Ausgaben und Rücklagen bildet. Das Ganze kann wie folgt aussehen:

Eigene Darstellung

Du hast bei dieser Aufteilung drei Töpfe. Während das Girokonto für die monatlichen Ausgaben gedeckt ist, solltest du auf dem Tagesgeldkonto den risikofreien Teil der Anlage und etwas Geld für Notfälle parken. Ob du tatsächlich einen risikofreien Teil haben möchtest, ist dir überlassen. Falls du dir unsicher bist, kannst du dir diesen Artikel nochmal durchlesen. Was hingegen bei niemandem fehlen sollte, ist die eiserne Reserve. Je nach Sicherheitsbedürfnis sollten hier etwa zwei bis fünf Monatsgehälter liegen, um bei Notfällen Liquidität zu haben und nicht von der risikobehafteten Anlage Anteile verkaufen zu müssen. Letztere stellt die langfristige Anlage im Depot dar, mit dem du Vermögen aufbaust. Dieser Teil ist risikobehaftet und unterliegt Wertschwankungen. Daher ist die eiserne Reserve sehr wichtig, weil du damit jederzeit Bargeld für kurzfristige Notfälle hast und dich unabhängig vom Risiko der Kursschwankungen machst.

Neben der klaren Strukturierung deiner Finanzen hast du zudem den Vorteil, dass du dadurch deine monatlichen Ausgaben besser im Blick hast. Wenn du vorab mal eine Budgetplanung mit den monatlichen Einnahmen und Ausgaben gemacht hast, hast du jederzeit die Übersicht, wie viel Geld von deinem monatlichen Budget noch vorhanden ist.

Natürlich handelt es sich hierbei nur um einen Vorschlag, der nach den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann. Wenn du beispielsweise weitere Sparziele wie Eigenkapital für eine Immobilie hast, eignet sich das Tagesgeldkonto ebenfalls gut hierfür.

Kurzum

  1. Das Tagesgeldkonto ist ein nützliches Mittel, um deine Finanzen zu strukturieren.
  2. Mit dem vorgestellten Kontenmodell kannst du deine monatlichen Ausgaben von deinen Rücklagen und deiner langfristigen Anlage sauber trennen.
  3. Jeder sollte immer über eine Art Notfallbetrag verfügen.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.